Bericht von Paul und Marina Reifler: Nun beginnt unser “Primo Cup” Abenteuer wirklich. Es ist 23.30 Uhr Mittwochabend 4. Februar. Marina, Harry, Christoph (Stöff) und Paul sind unterwegs nach Monaco. Bis nach Thusis gehts zügig vorwärts mit 80 – 90 kmh die Perseus merkt man kaum. Ab Andeer flitzen die ersten Schneeflocken an der Scheibe vorbei, Stöff und ich schauen uns erstaunt an und sind gespannt wie weiss es da oben noch werden wird. Bis zum Tunnel schneits immer mehr wir hoffen, dass es auf der Südseite besser ist. Nach dem Tunnel ist die Strasse zugeschneit, wir fahren fast im Schritttempo bis nach Pian San Giaggomo runter, alles geht gut, jetzt ist die Strasse wieder frei und wir machen unseren ersten Halt in Coldrerio, zum Tanken und Kaffee trinken, es ist nach 3 Uhr nachts. Via Mailand, Allesandria, kommen wir bei Tagesanbruch bei Savonna vorbei, nun sehen wir das Meer auf der linken Seite. Um 9 Uhr sind wir in Monaco am Hafen. Zuerst einschreiben und Startnummer für's Schiff abholen, dann einwassern und an den Steg an dem nur ESSE850 liegen. Da kein Wind bläst trinken wir um 16 Uhr das erste Bier im Yacht Club. Wir warten auf Berhard unseren Gastgeber der uns abholt und uns mit dem Motorrad zu seinem Haus in Menton lotst. Marina hat ihn und seine Frau Francine im Netz kennengelernt, auf
www.couchsurf.com. Sie stellen uns 3 Zimmer zu Verfügung. Paul kocht für alle ein Käsefondue und wir haben einen gemütlichen Abend, wir unterhalten uns auf französisch, italienisch und englisch, Marina ist Dolmescherin.
Am Freitagmorgen sind wir um 9 Uhr im Hafen und richten das Schiff und waren auf den Wind. Um 11.30 laufen wir aus es bläst stark und hat hohe Wellen. Wir machen einen Probeschlag mit dem Genacker, macht richtig Spass, Nun kommt eine Front nach der anderen auf uns zu und wir warten auf den Beginn der Regatta. Um 14.30 ist der Start im 5 Min. intervall starten die Melges, Surprise, MOM30 und am Schluss die ESSE850, aber der Wind stellt ab und die Regatta wird abgebrochen. Für heute ist Schluss. Am Abend ist Gala im Club in der ersten Etage, alle ESSE Teams sind dabei, wer keinen Blazer hat kommt nicht rein, aber der Pförtner ist unsere Rettung er hat noch zwei Stück am Lager. Wir haben unterhaltsame Tischnachbarn vom Gardasee, das Essen ist mässig fein, aber einen Grappa auf's Haus (Prinz Albert) gibt's dann doch noch.
Am Samstag laufen wir um 11 Uhr aus und warten auf Wind. Um 12.30 uhr wird die erste Regatta gestartet endlich gehts los. Wir segeln im Mittelfeld mit dem Speed auf der Kreuz sind wir zufrieden die neue Fock steht toll. Am Schluss Rang 9, dann bei der 2. Regatta sind wir die ersten an der Luftonne,a ber nach dem Genackerkurs gibt's an der Boje ein gedränge der Wind hat abgeflaut die Wellen sind immer noch hoch, so verlieren wir beim Runden 4 Plätze und sind am Ende auf dem 7 Rang. Es ist der Genackerkurs der das Race oft auf den Kopf stellt. Wir segeln an diesem Samstag 3 Läufe. Am Abend nach dem Einlaufen ist “Steh-Pizza-Party” im Vorzelt beim Clubhaus. Freibier und ein riesiges Buffet, alle Teilnehmer von den ca. 100 Yachten sind da.
Am Sonntag ist ab 11 Uhr Wind angesagt und das Wetter wird auch zusehens besser. Dann kommt der Wind mit Stärke 4- 5 nach dem der Himmel wolkenlos geworden ist und endlich die Rivierasonne scheint. Wir segeln 2 Läufe auf dem Genackkurs ist richtig was los, wir können viel Tiefe fahren fast direkt auf die Tonne zu. Leider gelingt uns wieder kein Spitzenplatz. Beim 2 Lauf sind wir wieder vorne dabei, aber Harry wendet zu spät, wir müssen einen kringel segeln, das wirft uns einige Plätze zurück. Das wollen wir wieder gut machen und klappt das letzte Genackermanöver nicht, der schnelle Rote kommt unters Schiff.
Fazit von den 2 Regattatagen, auf dem Kreuzkurs waren wir vorne dabei, auf dem Genackerkurs ist noch einiges zu optimieren um vorne mitzusegeln. Das Weekend war ein tolles Erlebnis. Von Monaco haben wir nur die Sicht vom Hafen und vom Meer aus genossen, Marina hat für uns die Stadt inspiziert und uns erzählt was sie alles gesehen hat von diesem mondänen Ort. Vom Casino berichtete uns Berhard unser Gastgeber er abeitet dort.
Nach dem Einlaufen am Sonntagnachmittag sthen 3 Mobilkrane bereit doch wegen der Siegerehrung wird das Auswassern für 1 Std unterbrochen, was die Stimmung unter den Team die eine weite Heimreise vor sich haben zum Tiefpunkt bringt. Um 8 Uhr haben wir endlich ausgewassert und um 9 Uhr ist Perseus auf dem Hänger perfekt fixiert, dann gehen wir zum Abschluss bei der Schwimmbadkurve eine Pizza essen. Wir beraten wie wir zurückfahren sollen, der Gotthard ist geschlossen und der San Bernhardino wegen Neuschnee auch zu. Kurz vor der Abfahrt erfahren wir das der San Bernhardino wieder offen ist, wir fahren um 22 Uhr los und hoffen auf schneefreie Strassen in den Alpen. Am Montagmorgen um 9 Uhr sind wir bei Sämi und stellen Perseus wieder ins Winterlager.