Beitrag Rolf Niederer: Am Anfang sah es so aus, dass es gar keinen Wind gibt. Es war schlichtweg Windstill! Beim Rausrudern aus dem Hafen Horn (West) mussten wir einen immensen Algenteppich durchfahren. So was haben wir alle noch nie gesehen!
Draussen auf dem offenen See angekommen haben wir die Segel gesetzt und dabei mussten wir feststellen, dass unsere Fock durchs ewige Rollen getrallt ist. Das heisst sie krallt auf Bd-Bug schon recht viel. Was sich bei Leichtwind oder nur leichter Oberflächenthermik negativ bemerkbar macht. Nach ca. 45 Minuten rumtümpeln haben wir die Sayonara auf dem See getroffen. Wir haben versucht ob man mit der Oberflächenthermik was machen kann. Dabei hat man die benachteilige Fock gut bemerkt da die Sayonara mit ihrer schönen Fock davonlief. Etwas später hat die Landthermik angefangen zu wirken und so haben wir uns auf einen Rundungschlag um die Tonne der Badi Horn geeinigt. Amwind konnten wir feststellen, dass wir zu oft mit etwas zu dichten Schoten unterwegs sind. Dabei konnte man auch sehen, dass unserer gekrallte Fock mit etwas mehr Winddruck etwas besser zu profilieren war. Nach der Tonnenrundung haben wir gemeinsam einige Gennaker-Manöver gefahren und einen Speed-Vergleichsschlag gegen die Sayonara gemacht. Dabei stellte sich schnell heraus, dass unser neuer VM-Sails Gennaker deutlich bessere Amwind ( bis ca.53°) lief als die Sayonara. Vom Speed konnten wir auch ein wenig mehr raus holen als die Sayonara! Im allg. ist diese VM-Sails Gennaker auch am Vorliek etwas kontrollierter zu Fahren als der alte NorthSails Gennaker. Die Tiefeneigenschaften des neuen Gennaker müssen wir bei einer anderen Gelegenheit mal test.
Einmal mehr war es trotz dem schwachen Wind ein tolles gemeinsames Training. Aus diesem Grund möchten wir uns beim Sayonara-Team bedanken!
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